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Die Knochenmaler der 5c

Vor diesen Skeletten muss niemand Angst haben. Im Biologieunterricht der Klasse 5c ließ Lehrerin Jessica Reupert lebensgroße Knochenmodelle malen. Fazit: So macht Lernen noch mehr Spaß. 

Zu lachen gab es genug. Der kleinste Schüler jeder Gruppe musste sich auf die ausgerollte Tapete legen und dann seinen Umriss zeichnen lassen. Anschließend beschrifteten die Fünftklässler ihre gemalte Figur mit den Fachbegriffen der jeweiligen Knochen. „Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass es bei Unruhe ins Leere laufen kann“, blickt Jessica Reupert zurück, „doch es hat alles prima funktioniert“. Auch, weil sie den Schülern klare Arbeitsaufträge zuwies: 1. „der Umrisszeichner“, 2. „der Kleber“ 3. „der Schreiber“, 4. „der Feinschleifer“. 

Die Tapetenrollen hatte Klassenlehrerin Kristin Münstermann besorgt, Reupert selbst brachte alle anderen Materialien mit. „Die stammen noch aus dem Referendariat“, sagt Reupert. Ihre zweite Lehramtsprüfung hatte sie vor zwei Jahren erfolgreich abgelegt. 

Innerhalb der Unterrichtseinheit „Ich bin fit und fühl mich wohl“ brauchten die Schüler zwei Doppelstunden für den neuen Wandschmuck im Biologieraum. Doch Reupert kam es weniger auf die Verschönerung der Wände an. „Die Schüler sollten handlungsorientiert den Aufbau des menschlichen Skeletts lernen“, erklärt sie. Auch der Aufwand habe sich gelohnt. „Die Klassenarbeit ist richtig toll ausgefallen.