Talentcheck im BOZ Melle
Am 23. und 24. September fuhr der Jahrgang 8 ins BOZ nach Melle – Stärken und Talente finden.
Das BOZ in Melle bietet tolle Möglichkeiten für die berufliche Orientierung und so waren wir sehr dankbar, dass Frau Striedelmeyer unseren Jungs und Mädels aus Jahrgang 8 den Besuch dort ermöglichte. Um 8 Uhr ging es von unserer Schule aus mit dem Bus bei bestem Wetter los nach Melle. Vor Ort wurden wir herzlich begrüßt und schnell in vier Gruppen eingeteilt, bevor es in der Arena den Ablauf für den Tag gab.

An vier Stationen konnten wir uns in technischem Handwerk, medizinischen Grundlagen und Anatomie sowie der Eventplanung ausprobieren. Neben der eigentlichen Aufgabe stellten wir uns den Fragen nach Team- und Kritikfähigkeit, Planungs- und Durchhaltewillen und nicht zuletzt Ordnung am Arbeitsplatz.
In Kooperation mit WESTNETZ haben wir elektrische Abzweigdosen verdrahtet und dazu gelernt, wie man ordentlich abisoliert und warum es wichtig ist, passende Längen zu erreichen, damit kein Kupferdraht frei liegen bleibt.

Im Modul „Planung & Organisation“ planten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Klassenfahrt nach Berlin. Dabei mussten sie sich über Reisezeitraum, Verkehrsmittel, Unterkunft und mögliche Unternehmungen austauschen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Besonders wichtig war es, das vorgegebene Budget von 200 € pro Person einzuhalten und die Planung anschließend kurz zu präsentieren.

An der Station des WASSERVERBANDS WITTLAGE tauchten die Schülerinnen und Schüler in den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik ein. Innerhalb von 45 Minuten vervollständigten sie eigenständig einen Steuerungskasten, indem sie Kabel abisolierten, Aderendhülsen anbrachten und Schalter sowie Sicherungen richtig einstellten.

Im sozialpflegerischen Modul lernten die Schülerinnen und Schüler, angeleitet von Auszubildenden der LUDWIG-FRISENIUS-SCHULEN, den Beruf der Ergotherapeutin bzw. des Ergotherapeuten praxisnah kennen.
An verschiedenen Stationen falteten sie Origami, ordneten Organe zu und erlebten mithilfe eines Alterssimulationsanzugs, wie sich körperliche Einschränkungen im Alter anfühlen können. Dabei schlüpfte jeweils eine Person in die Rolle des Ergotherapeuten und unterstützte das Gegenüber bei den Aufgaben. Besonders Empathie, Einfühlungsvermögen, Kommunikation und Kooperation waren gefragt.
So erhielten die Jugendlichen einen abwechslungsreichen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Ergotherapie und konnten gleichzeitig wichtige soziale Kompetenzen erproben.

Den ganzen Tag über stellten wir im BOZ ungeahnte ebenso wie längst bekannte Stärken bei uns fest, standen vor immer neuen Herausforderungen und mussten uns überlegen „geb ich auf?“ oder „beiß ich die Zähne zusammen und probiere es nochmal?“.
Die begleitenden Lehrer*innen Frau Farthmann, Herr Kögler, Herr Vehring, Herr Patlan und Herr Ringling (am Donnerstag) sowie Frau Striedelmeyer, Frau Münstermann, Frau Franz, Herr Bölte, Frau Hinnenkamp und Frau Koppelmann (am Mittwoch) durften tatkräftig unterstützt von unserer Praktikatin Lena Olmützer nur beobachten und weder helfen noch eingreifen – eine ganz neue Situation, wo wir doch in Schule immer bemüht sind, sofort zur Seite zu springen und Fragen zu beantworten.
Umso schöner war zu sehen, dass unsere Jungs und Mädels zum allergrößten Teil selbst in der Lage waren, sich gegenseitig zu helfen und die Aufgabe zu schaffen.
Um 14 Uhr ging der Tag mit einem durchweg positiven Fazit in der Arena zuende und wir fuhren zurück nach Belm. Vielen Dank sagen wir Frau Striedelmeyer und dem Team des BOZ Melle für die Organisation und den Betrieben WASSERVERBAND WITTLAGE, RAHENBROCK, WESTNETZ und den LUDWIG-FRESENIUS-SCHULEN für die Einblicke in ihr Handwerk und ihre Betriebe!
Ein weiterer Bericht ist auch in der NOZ “Wir von hier” zu finden unter:
https://www.noz.de/lokales/wir-von-hier/wallenhorst-belm-bissendorf/artikel/berufsorientierung-im-boz-melle-talente-entdecken-in-jahrgang-8-51496500
