Unser Projekttag zum Holocaust-Gedenktag
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust findet am 27. Januar international statt und auch in Belm wollen wir unseren kleinen Beitrag leisten, in Projekten und Aktionen gegen das Vergessen und für das #niewieder einzutreten.
Vermutlich war es nie wichtiger als heute, die Erinnerung wach zu halten und sich bewusst zu machen, wie schnell es gehen kann, dass ein sicheres Zuhause und eine friedliche Umgebung in Angst und Verfolgung kippt. Der zweite Weltkrieg liegt mehrere Generationen zurück und viele Zeitzeugen können nicht mehr berichten.
In verschiedenen Projekten besichtigen wir heute Gedenkstätten, Stolpersteine und Synagogen, arbeiten friedensstiftende Ideen und Aktionen aus und informieren uns in Archiven und Gesprächen zur Situation 1945. Gemeinsam versuchen wir uns an diesem Tag besonders dem Gedanken zu widmen, dass wir es in der Hand haben, durch Freundschaft und Mitmenschlichkeit die Grenzen des Andersseins als Chance zu begreifen. Lasst uns gemeinsam Ängste vor Fremdem und Unbekanntem in Neugierde und lebenslanges Lernen tauschen – und mutig vorangehen: An uns liegt´s nicht!
Beim Gestalten von Mahn-Gläsern …

oder beim History Trail vom Fanprojekt VFL Osnabrück …
Start war an der Bremer Brücke, wo es 8 Stationen gab, an denen unsere Schüler*innen einen QR-Code scannen konnten und dann selbständig den Trail abliefen. Bei jeder Station gab es einen kleinen Podcast mit Informationen zu der Person o.ä.


Oder beim Besuch der 8O3 einer Synagoge …
Schneebedeckte Gehwege erschwerten den Unterrichtserfolg, bis Veronica Freimut für die Klasse 8O3 den erstenStolperstein entdeckte. Die vor ehemaligen Wohnhäusern von NS-Opfern ins Pflaster eingelassenen Plaketten erinnern an Deportation und Tod. Auf den Spuren jüdischen Lebens in Osnabrück besuchten die Schüler zunächst die Gedenkstätte am Standort der früheren Synagoge. Paula Döring, Ole Houlali und Ali Morina lasen Infotafeln vor, die an die Reichsprogromnacht aus dem November 1938 erinnern.

Damals brannte auch Osnabrücks Synagoge nieder. Etwa zwei Kilometer weiter westlich besichtigten die Achtklässler den Synagogenneubau. Bei der Führung berichtete Lea Mor im Gebetsraum über den jüdischen Glauben, das Gemeindeleben, Essensvorschriften und rollte für die Jugendlichen eine Thora auf. Mor ist die Tochter von Erna de Vries, die das KZ Auschwitz überlebt hat und noch als 97-Jährige in Schulen über den Holocaust berichtete. Auch bei uns in Belm war sie zu Gast – damit sich Geschichte nicht wiederholt.


